Ulrike Gottschalck fordert zum Internationalen Frauentag am 8.3. gleichen Lohn von Frauen und Männern

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Ulrike Gottschalck erinnert zum Internationalen Frauentag am 8. März an den Kampf für die Gleichstellung und Gleichberechtigung der Geschlechter. Bereits seit 154 Jahren setze sich die SPD für gleiche Rechte von Frauen und Männern ein. In diesem Jahr habe der Kampf um gleichen Lohn von Frauen und Männern oberste Priorität. Ein wichtiges Signal dafür setze das Entgelttransparenzgesetz, das noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden solle.

„Gleicher Lohn für gleiche oder gleichwertige Arbeit ist heute in der Praxis immer noch keine Selbstverständlichkeit. Die durchschnittlichen Bruttostundenlöhne von Frauen liegen in Deutschland immer noch um 21 Prozent niedriger als die von Männern. Das ist ungerecht und beschämend. Diese Lohnlücke muss mit gesetzlichen Maßnahmen geschlossen werden. Die sozialdemokratische Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat hierzu einen Gesetzentwurf nach harten Verhandlungen im Koalitionsausschuss vorgelegt. Diesen Gesetzentwurf werden wir jetzt im Parlament beraten, “ informiert Ulrike Gottschalck.

Die wichtigsten Eckpunkte des Gesetzentwurfes sind: In Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten soll ein individueller Auskunftsanspruch eingeführt werden. Bis zu 14 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhielten so das Recht zu erfahren, wie sie im Vergleich zu ihren Kolleginnen und Kollegen, die einer gleichen oder gleichwertigen Tätigkeit nachgehen, bezahlt werden. Private Arbeitgeber mit über 500 Beschäftigten würden zukünftig dazu aufgefordert werden, regelmäßig ihre Löhne auf die Einhaltung der Entgeltgleichheit im Betrieb zu überprüfen. Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten müssten zudem künftig regelmäßig über den Stand der Gleichstellung und der Entgeltgleichheit berichten.

„Über 80 Prozent der Bevölkerung finden den Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern empörend und ungerecht. Die Herstellung von Transparenz in den Unternehmen ist eine Grundvoraussetzung für die Bekämpfung von Lohndiskriminierung aufgrund des Geschlechts. Viele Frauen und auch Männer wissen über ungerechte Bezahlung nichts. Ein individuelles Auskunftsrecht für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und die Verpflichtung von Unternehmen durch dieses Gesetz ist ein wichtiges Signal. Dies ist eine wichtige Voraussetzung und ein gelungener Auftakt für weitere gesetzliche Initiativen für gerechtere Bezahlungen von Frauen und Männern in der nächsten Legislaturperiode, “ erklärt Ulrike Gottschalck.

Veröffentlicht: 07.03.2017



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© Ulrike Gottschalck
Datum des Ausdrucks: 28.04.2017