Öffentliche Anhörung zum Unterhaltsvorschuss unterstreicht Bedeutung der geplanten Ausweitung

Nachdem sich Bund und Länder Ende Januar auf die Eckpunkte der Ausweitung des Unterhaltsvorschusses verständigten, war das Reformvorhaben am heutigen Montag Gegenstand einer öffentlichen Anhörung im Deutschen Bundestag. Sieben Sachverständige sowie Vertreter des Landkreis- und des Städtetages wurden vom federführenden Haushaltsausschuss eingeladen, um das Reformvorhaben zu bewerten und den Abgeordneten für Fragen zur Verfügung zu stehen.

"Für Alleinerziehende ist der Ausbau des Unterhaltsvorschusses ein Meilenstein“, resümiert Ulrike Gottschalck, zuständige Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion, die Einschätzung der geladenen Experten. „Damit ist der SPD ein entscheidender Erfolg gelungen, der weit über die Vereinbarungen des Koalitionsvertrages hinausgeht“.

„Alleinerziehende müssen sich darauf verlassen können, zuverlässig Unterhalt für ihr Kind zu beziehen – und zwar bis zur Volljährigkeit“, so Gottschalck weiter. Während die Höchstbezugsdauer von maximal 72 Monaten komplett entfalle, werde zudem die Altersgrenze von 12 auf 18 Jahre angehoben. Die Änderungen treten zum 1. Juli dieses Jahres in Kraft.

Hintergrund: Da sich Bund und Länder die Kosten für den Unterhaltsvorschuss teilen, ist die geplante Ausweitung Bestandteil eines größeren Gesetzespaketes zur Neuordnung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen. Die Anhörung zum Unterhaltsvorschuss bildete den Auftakt einer Reihe von insgesamt sechs Anhörungen, in denen das Maßnahmenbündel beraten wird.

Veröffentlicht: 06.03.2017



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© Ulrike Gottschalck
Datum des Ausdrucks: 18.08.2017