Gottschalck: SPD begrüßt den Vorstoß der Grünen, das Bundestags-Infozentrum nach Frauenrechtlerin Elisabeth Selbert zu benennen

„Den Vorstoß der Grünen, das Bundestags-Infozentrum nach Frauenrechtlerin Elisabeth Selbert zu benennen, begrüßt die SPD ausdrücklich“, erklärt die Kasseler Bundestagsabgeordnete Ulrike Gottschalck. Dies habe Christine Lambrecht, die erste parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion, bereits im Ältestenrat des Bundestages deutlich gemacht. Ein Beschluss sei jedoch noch nicht getroffen worden.

„Elisabeth Selbert war eine großartige Kämpferin für die Gleichberechtigung und hat gegen viele Widerstände durchgesetzt, dass der Satz "Männer und Frauen sind gleichberechtigt" als Artikel 3, Absatz 2 ins Grundgesetz aufgenommen wurde, dafür müssen wir ihr heute noch dankbar sein“, so Gottschalck. Im Parlamentarischen Rat stand sie einer scheinbar unbezwingbaren Front für die Vorherrschaft des Mannes gegenüber. So wurde auch Selberts erster Entwurf für den Grundgesetzartikel abgelehnt. Sie gab jedoch nicht auf, startete eine Kampagne der Frauenbewegung und endlich gaben die Gegner der Gleichberechtigung auf. "Eine Sternstunde meines Lebens", nannte Elisabeth Selbert später diesen Moment.

Elisabeth Selbert musste auch für sich selbst die Gleichberechtigung erkämpfen. Da ihre Eltern für eine akademische Ausbildung kein Geld hatten, besuchte sie die Handelsschule und war in verschiedenen Unternehmen im Büro tätig. Nach ihrer Heirat führte sie, wie damals üblich, den Haushalt, brachte zwei Kinder zur Welt und unterstützte ihren Mann. Doch Selbert wollte mehr, sie holte das Abitur nach, studierte Jura und schloss ihr Studium mit der Promotion ab. „Elisabeth Selbert ist ein brillantes Vorbild und ich wäre sehr dankbar, wenn das Bundestags-Infozentrum ihren Namen tragen würde“,so Gottschalck abschließend.

Veröffentlicht: 27.02.2017



drucken   versenden

Nachricht teilen: auf facebook teilen VZ-Netzwerke (studivz, meinvz, schülervz) google Bookmarks twitter delicious linkarena misterwong


© Ulrike Gottschalck
Datum des Ausdrucks: 28.04.2017